Public Relations Kurs
 

TUCSIN ist in der Lage, Kurse mit akademischem und/oder praxisbezogenem Hintergrund inklusive der Studienmaterialien zu entwickeln und durchzuführen. Institutionen, die daran Interesse haben, mögen bitte TUCSIN-Windhoek oder TUCSIN-Hamburg kontaktieren.

Die hier folgende Beschreibung des PR-Kurses für Studenten der San-Gemeinschaft ist ein Beispiel eines neuen TUCSIN-Kurses:


Public Relations Kurs für San Studenten
 



TUCSIN Campus: Die Teilnehmer des San PR-Kurses, März 2003
Ende des Jahres 2001 beauftragte WIMSA (Working Group for Indigenous Minorities in Southern Africa) TUCSIN mit der Neuentwicklung eines breit angelegten Kurses für zukünftige San-Mitarbeiter im Bereich Öffentlichkeitsarbeit mit dem Ziel, die Selbstverwaltung und Eigeninitiative dieser benachteiligten Gruppe zu stärken.

12 Teilnehmer aus San-Gemeinschaften in Botswana und Namibia nahmen an diesem einjährigen Kurs teil, der Mitte März 2002 begann. Im Wechsel von jeweils zwei Monaten kamen die Teilnehmer nach Windhoek und erhielten Unterricht in den verschiedenen Teilbereichen dieser ambitionierten Qualifizierungsmaßnahme. Dies schloss Fächer wie Geschichte, Recht, Ethnologie, Landeskunde und Englisch ein. Außerdem gab es immer wieder praktische Abschnitte wie Exkursionen zu Sehenswürdigkeiten im Land, Besuche des namibischen Parlaments, beim Ombudsmann, Besuche öffentlicher Veranstaltungen in Windhoek, Training im öffentlichem Auftreten wie auch das Leiten von Sitzungen, Protokollschreiben, PR-Arbeit, der Umgang mit Behörden, Touristen, Wissenschaftlern und eigenen Leuten.

Nach zwei Monaten in Windhoek kehrten die Teilnehmer in ihre Heimatorte für zwei Monate zurück, und erhielten "Hausaufgaben", die sie im nächsten Abschnitt in Windhoek vorweisen mußten. So konnten sie neu Gelerntes anwenden, bzw. Probleme beim nächsten Treffen in Windhoek zur Sprache bringen.

10 Studenten schlossen den Kurs erfolgreich ab. Diejenigen, die noch keine feste Anstellung hatten, sind nun entweder bei regierungsnahen Institutionen oder Nicht-Regierungs-Organisationen angestellt. Den anderen Teilnehmern wurden verantwortungsvollere Posten angeboten. Vier von ihnen nahmen in der Zwischenzeit an nationalen und internationalen Konferenzen teil, wo sie ihre Gemeinschaften vertraten.

Entwurf, Planung und Durchführung lagen in den Händen von Dr. B. Sandelowsky.